|
Herkunft

Mura
Mutter von Vasilij
Hexerei? Katzen mit Locken? Nein, es handelt sich
hierbei um eine natürliche Mutation. Diese gibt es
schon seit Jahrzehnten. Dazu zählen z.B. die German
Rex, die Cornish Rex, die Devon Rex .... Diese seien
als die ältesten und bekanntesten Lockenkatzenrassen
erwähnt. Das Hauptmerkmal dieser Tiere wäre das
gelockte bzw. gewellte Fell, welches ihnen ein
exotisches Aussehen verleiht.
Die Ural Rex gibt es in Langhaar (URL) und in
Kurzhaar (URX).
Die Ural Rex ist die derzeit jüngste anerkannte
Rexkatzenrasse und zählt zu den seltensten
Katzenrassen weltweit. Ihre Herkunft ist Russland.
Genauer gesagt das Uralgebiet, an der Grenze
zwischen Europa und Asien. Der Ural ist bekannt
durch seine Fülle an Bodenschätzen. Erste
Auffälligkeiten an diesen Tieren erkannte man schon
in den Nachkriegsjahren. Man schenkte Ihnen keine
größere Beachtung, lächelte über dieses wirre Haar
und an das Züchten war zur damaligen Zeit gar nicht
zu denken.
Eine Vielzahl dieser Kater wurde kastriert. Beinahe
wären diese Schönheiten ausgestorben.
In der Stadt Zarechnyj des Swerdlowskgebietes,
befand sich im Jahre 1995 bei der Familie Podurovskih
eine kurzhaarige Hauskatze mit dem Rufnamen Mura.
Mura hatte drei
Kätzchen geboren. Zwei davon hatten kurzes lockiges Fell.
Ein Kater mit dem Namen Vasilij durfte in
dieser Familie weiterleben.
Innerhalb
drei Jahren hatte Vasilij zwei Mal Fellwechsel
und in dieser Zeit hatten sich die Wellen
vollständig formiert.
Vasilij
hatte eine Hauskatze gedeckt. Aber all
diese Kitten hatten „normales“ also glattes Haar. So
vermutete man richtig, dass es sich hierbei um
ein rezessives Gen handeln könnte. Danach wurde
Vasilij auf seine Mutter Mura
zurückverpaart und
diese gebar endlich Jungtiere mit dem gewünschten
lockigem Haarkleid.
Diese Katzen, Mura und der Kater Vassilij,
wurden die Stammtiere der seltenen Katzenrasse
Ural Rex. Gern dürfen Sie in der internationalen Datenbank (Stammbäume) von
Pawpeds diese Zuchtentwicklung nachvollziehen.
In der Stadt Jekaterinburg (Ural) befinden sich noch Züchter,
die Ural-Rex-Katzen von den obigen Stammtieren
besitzen.
 |
 |
|
Clide und Bonny |
1997
kamen aus Jekaterinburg zwei Katzen und ein Kater
in die Umgebung von Moskau.
Ihre
Namen waren Markisa und Bonny
sowie der Kater Clide. Mit diesen Tieren
wurde der Stamm in der Moskauer Umgebung aufgebaut
und Folgetiere wurden 2007 nach Deutschland
exportiert. Die erste exportierte Katze war
Dorothea Uralochka zusammen mit ihren Bruder
Dimka (Hybride). Im gleichen Jahr folgte der
Ural-Rex-Kater Eroshka Uralochka. Diese drei
wurden somit die Stammtiere.
Die ersten URX-Züchter waren dort Kati Nierlein -
Cattery
vom Gut Mannewitz - und Björn Jänicke - Cattery
Iset -.
Der erste Nachwuchs ließ nicht lange auf sich
warten.
Charakter
Die Ural Rex ist sehr anhänglich
und gehorsam. Diese Katze verhält sich wie ein
vollwertiges Familienmitglied. Sie passt sich sehr
gut dem Rhythmus ihres Umfeldes an. Überall und
unermüdlich verfolgt sie ihren Besitzer und dabei
beginnt sie leise zu "sprechen". Die Ural-Rex-Katze
ist sehr anhänglich, freundlich und gesellig. Sie
kommt sehr gut mit Kindern aus und findet die
gemeinsame "Sprache" mit anderen Haustieren. Sie ist
die perfekte liebevolle Ergänzung für eine
friedliche Atmosphäre.
Ihre sanften Augen in Gelb oder Smaragdgrün lassen
unsere Herzen höher schlagen.
Ural-Rex-Katzen sind pflegeleicht und werden oftmals
von Allergikern gut vertragen. Dennoch wäre ein
vorheriger Test beim Allergologen ratsam.
Beim Richten auf
Ausstellung

Der
WCF-Standard - Das Aussehen -
Seit 2006 anerkannt;
auch in anderen freien Verbänden.
Körper:
|
Der Körper ist mittelgroß, muskulös und relativ kurz,
dabei aber noch schlank und elegant. Die Beine sind
mittellang und schlank mit ovalen Pfoten. Der
Schwanz ist von mittlerer Länge, nicht breit am
Ansatz und läuft in einer leichten Rundung aus.
|
Kopf:
|
Der Kopf ist ein kurzer, breiter gleichseitiger Keil.
Die breite Stirn ist flach. Das Profil ist in Höhe
des unteren Augenlids leicht geschwungen. Die
Wangenknochen sind betont, deutlicher Pinch. Die Schnauze ist breit, Kinn und Unterkiefer sind
kräftig.
|
Ohren:
|
Die Ohren sind mittelgroß mit gerundeten Spitzen,
hoch auf dem Kopf platziert und aufrecht stehend
|
Augen:
|
Die Augen sind groß, oval und schräg gestellt. Sie
sind weit auseinandergesetzt (mindestens eine
Augenbreite). Augenfarbe harmonisch zur Fellfarbe
passend.
|
Fell:
|
Das Fell ist mittellang, fein, weich, seidig und
dicht. Es bedeckt in lockeren Wellen und Kräuseln
den gesamten Körper und den Schwanz. Das besondere
Merkmal dieser Rasse ist die auffallende Elastizität
der Welle.
|
Farben:
|
Die Farben Chocolate und Cinnamon sowie deren
Verdünnung sind in allen Kombinationen (Solid,
Bicolour, Tricolour, Tabby) nicht anerkannt, ebenso
der Burma-Faktor und das Abessinier-Ticking. Alle
anderen Farben sind anerkannt. Die Beschreibungen
sind der allgemeinen Farbliste und der
Pointfarbliste zu entnehmen. Jeder Weißanteil ist
erlaubt.
|
Anmerkung:
|
Black-Tabbys zeigen – neben der typischen
Nasenspiegel-Zeichnung und dem „M“ auf der Stirn -
einen braunen oder goldenen Körperfarbton ohne
Zeichnung.
|
|
Kreuzung: |
Ausschließlich Keltisch Kurzhaar (EUR / Hauskatzen) bis einschließlich
2011 |
Punkteverteilung
| |
Punkteskala: |
|
|
|
Körper:
|
20 Punkte |
|
Kopf:
|
20 Punkte |
|
Ohren: |
5 Punkte |
|
Augen:
|
5 Punkte |
|
Fell (Dichte, Textur u. Farbe): |
15 Punkte |
|
Welle:
|
30 Punkte |
|
Kondition: |
5 Punkte |
|
|